Ich bin krank. Nein ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung wie andere Menschen ticken aber ich spüre es, ich spüre das mit mir was nicht stimmt. Das ist falsch, mein ganzes Leben, falsch. Es fühlt sich an als hätte ich hier nichts zu suchen. An manchen Tagen versuche ich mir einzubilden alles sei in Ordnung, ich wär eine normale Person, ich hätte eine vielversprechende Zukunft aber nein, nein das geht nicht mehr. Ich bin irgendwie verdreht, ich gehöre hier nicht hin. Das schlimmste daran ist, es kann mir niemand helfen. Ja, es gibt Psychologen aber ich merke ja selber dass das nichts bringt. Ich verstehe mich ja selber nicht. Ich hasse Schule, ich mag Menschen nicht, diese Personen die ständig gut gelaunt sind, ich kann das nicht ausstehen. Und es kann nicht gesund sein, es kann nicht gut sein ständig Mordgedanken zu haben. Ich bin ein durch und durch schlechter Mensch, nur merkt es niemand da meine Fassade viel zu schwer zu ergründen ist. Gott und dann diese zielstrebigen Leute die nur ihre Kariere vor Augen haben, denen die Gefühle anderer egal sind. Manchmal denke ich wirklich so sind fast alle, aber wieso muss ich mich mit dieser starken Emotionalität und diesem Einfühlungsvermögen  herumschlagen? Ich sehe durch sie alle hindurch, ich kann erkennen was sie verletzt und was schmeichelt. Aber das passt nicht zu meiner Person, ich will das nicht können, ich will egoistisch und zielstrebig sein, mir ein Leben aufbauen. Und ich spüre dass hier nichts stimmt, rein gar nichts! Warum bin ich so? Soll ich die Schuld auf meinen Vater schieben? Der sich nie wirklich um mich kümmerte und durch seine Alkoholsucht letz endlich starb? Oder vielleicht mein Stiefvater? Ebenfalls Alkoholiker? Der mir meine gesamte Kindheit/Jugend ruinierte? Oder vielleicht aber meine Mutter? Die mich als starken Gegensatz zu all dem anderen in meiner Kindheit verhätschelte, sich aber nun entschied Rollen zu tauschen? Plötzlich muss ich Entscheidungen für sie treffen und mich dafür schämen dass sie sich wie ein kleines Kind aufführt? Oder etwa für meine ach so tollen Freunde die sich ja sowas von total für meine Person und meine Probleme  interessieren? Ich hab einfach keine Lust mehr für jeden diese Maske auf zu setzen. Dieses nette aufgedrehte Mädchen das sich für jede kleinste Sorge der Freunde interessiert. So bin ich einfach nicht! Keine Ahnung wer nun daran schuld ist, was bleibt ist das Resultat. Verdreht und verkorkst , zwei Adjektive die mein Leben beschreiben. Alles was ich tun muss ist weiter zu kämpfen, denn ich muss stark sein, schwache Menschen werden von dieser Welt verschluckt. Diese Welt mit ihrer Konsumgesellschaft, die es zulässt dass wir mit kostbarem Wasser unsere Blumen gießen, dagegen andere Menschen verdursten müssen. Eine Welt die nur auf Profit aus ist, was ist das? Wer heute noch an Idealismus glaubt ist meiner Meinung nach, naiv und unterbelichtet. Nachrichten gucke ich nicht, wieso soll ich mir anschauen wie unsere Welt langsam zerfällt? Zum scheitern verurteilt. Und doch stehe ich immer wieder auf, denn trotz dieser Hölle auf Erden glaube ich an einen Gott. An eine Kraft die mir eines Tages vielleicht den Himmel auf Erden, oder den kompletten Himmel schenken wird. Ich meine, wie soll man das hier sonst überleben? Man lebt so vor sich hin, glaubt an die moderne Wissenschaft, das Wort Gott wird immer mehr zu einer lästigen Floskel. Und plötzlich, ein Schicksalsschlag, der Vater stirbt. Was nun? Ich bewundere die Atheisten, ganz ehrlich, sie müssen unglaublich stark sein. Mit der Gewissheit zu leben seine Liebsten nie wieder zu sehen. Jedoch sind die meisten Atheisten es nur, da es am bequemsten ist. Sie denken nicht gerne nach, es interessiert sie nicht wie die Welt tickt. Sie können in der Schule die besten Leistungen erbringen, für mich sind diese Menschen dumm. Nicht fähig über etwas größeres nach zu denken, das wäre einfach, wie so viele sagen zu ‘‘hoch“ für sie. Aha. Egal ob man nun an eine Religion glaubt, an Wissenschaft, oder wie in meinem Fall an beides. Wir sind stolze Besitzer eines umfangreichen Gehirns, welches dafür bestimmt ist nach zu denken. Doch ganz ehrlich, wenn ich raus schaue und diese Jugendliche, oder besser gesagt Kinder, sehe, die da so vor sich ‘‘hinchillen‘‘ kommt mir das Kotzen. Ich bin 18 und auch ich trinke ab und zu Alkohol, aber nicht etwa um lustiger zu werden und sich zum Deppen zu machen, sondern um das ganze Elend leichter zu ertragen, es ist mal ganz entspannend an nichts zu denken, keinen Sinn in all dem zu suchen.  Alles was ich mir zur Zeit wünsche ist jemand an dem ich mich festhalten kann, jemand der stärker ist als ich. Warum ich das hier schreibe ist, weil es heißt es würde helfen seine Gedanken und Gefühle nieder zu schreiben. Ich suche keine Hilfe, ich möchte nur wissen ob es vielleicht irgendwo jemanden gibt der genauso denkt tickt wie ich, denn ich fühle mich ziemlich verloren. Ich will gerne wissen ob ich irgendwie gestört bin oder ob es normal ist sich über die Welt so viele Gedanken zu machen das man Nachts nicht einschlafen kann.  LG *Underdog*

 


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